Dienstag, 15. November 2016

14. Oktober 2014; Goegap NR, Hester Malan Wildblumengarten > Augrabies Falls NP

Schon ist er da, der neue Tag! Und es soll ein gemächlicher werden, denn wir befinden uns bereits ziemlich am Ende unseres diesjährigen Urlaubs und haben, dem Himmel sei Dank, nur noch einen Umzug vor uns. Diesen werden wir heute bewerkstelligen, unsere Siebensachen nebst uns selbst zu den Augrabies Falls verfrachten und dort unseren Südafrika-Ausflug mit süßem Nichtstun ausklingen lassen. In diesem Bewusstsein schmeckt das Frühstück gleich nochmal so gut und auch das anschließende Geräume und Gepacke geht wie geschmiert von der Hand. Nach einem letzten, nicht ganz wehmutsfreien Blick auf die malerischen Felsen hinter der Campsite verlassen wir Selbige und beginnen unsere Fahrt. Natürlich ist hierbei der Hester Malan Wildblumengarten die erste Station, die wir anlaufen. Es wäre schließlich eine sträfliche Lässlichkeit, diesen nicht zu besuchen, wenn man schon mal im Goegab NR gelandet ist. Und wir bereuen den kleinen Umweg Richtung Norden nicht! Der Garten ist wirklich mit aller Liebe und Sachkenntnis angelegt, reich bestückt und sehr gepflegt. Hochbeete mit rustikaler Natursteinfassung bringen dem geneigten Besucher die floralen Schätze der Gegend in geballter Form nahe, neben jeder Pflanze steckt ein vorbildliches Schildchen und selbst, wenn man eilig zwischen den Beeten durchzickzackt, erhält man einen sehr schönen Überblick. Ich persönlich bevorzuge es ja, stundenlang durch die Gegend zu robben und dabei, mit klopfendem Herzen, das ein oder andere Sukkulenten-Exemplar höchstselbst zu entdecken, weshalb der Garten nun keine exzessiven Freudenstürme in mir entfesselt. Aber trotzdem genieße ich den Rundgang mit allen Sinnen, denn es gibt auch Pflanzen zu sehen, die ich in freier Wildbahn noch nicht entdecken konnte, und Pflanzen, über deren exakte Identität ich mir nicht sicher war, hier und heute aber die Bestätigung meiner Vermutungen erhalte.

Eingangsbereich des Gartens
Rückenfreundliche Hochbeete
Vorgarten









Am meisten jedoch freut mich die schiere Existenz dieser Gartenanlage: wie viele Menschen machen sich die Mühe, schweißüberströmt durchs Gelände zu krauchen, wie viele davon nehmen wiederum wahr, was hier alles wächst? Viel zu wenige! Deshalb ist eine Anlage wie der Hester Malan Garten so wichtig. Er ist im ganzen Lande beliebt und bekannt und wird zudem von vielen auswärtigen Touristen besucht; auf sehr ansprechende Art und Weise werden die pflanzlichen Bodenschätze auf Augenhöhe präsentiert, bar jeglicher Mühsal und Anstrengung seitens der Besucher, und weiten so vielleicht den Blick manches Betrachters für die oft recht unscheinbaren Sukkulenten. Und wenn es von hundert Besuchern auch nur einer ist, der zukünftig genauer hinsieht, wenn er sich durchs Gelände bewegt, wenn nur jeder hundertste Südafrikaner begreift, welche botanischen Kleinodien sein Land beherbergt und darob einen bewahrenden Stolz entwickelt, so hat diese Gartenanlage einen unschätzbaren Dienst geleistet! Einen derartigen Effekt erhoffe ich mir zumindest von ganzem Herzen, denn leider entfernt sich die Menschheit immer weiter von der Natur, es zählt nur noch das offensichtlich Spektakuläre, das Actiongeladene, die kurzfristige Unterhaltung - die Halbwertszeit für Konzentration auf Dinge außerhalb der digitalen Welt ist rapide gefallen. Als ich durch den Garten schreite, fühle ich mich ob dieser Tatsache beinahe wie ein Dinosaurier, obwohl beziehungsweise weil, auch mir das Ganze hier ein bisschen zu wenig spannend ist - meine rudimentären Jäger- und Sammlertriebe finden einfach keine Befriedigung. Quasi als wäre ich auf einer beschrifteten Wildpilzplantage unterwegs und könnte pflücken, was das Herz begehrt. Ein Herz, das aber nur begehrt, wenn es das Gemüse im Schweiße des dazugehörigen Angesichts selbst entdecken und erlegen kann...

Cheiridopsis pillansii
Pleiospilos bolusii
Dactylopsis digitata










Cheiridopsis namaquensis
Faucaria brittaniae
Anacampseros filamentosa
ssp. namaquensis










Euphorbia sp.
Euphorbia filiflora
Crassula corallina










Na ja, so bin ich halt - ein durchaus digitalaffiner Dinosaurier, dessen konzentrative Halbwertszeiten, was die grüne Welt um mich herum betrifft, nahezu unvorstellbar hoch sind und einer, der sich der Natur zutiefst verbunden fühlt. So sehr, dass ich ob dieser Tatsache schon fast berüchtigt bin. Eine nett-bedenkliche Anekdote fällt mir zu diesem Thema ein, eine Geschichte, die sich erst kürzlich ereignet hat: ich arbeite in einer kleinen Firma, die ohne digitale Daten nicht existieren würde; Druckvorstufe, digitale Workflows, Bildbearbeitung, Internet, Layoutprogramme, FTP-Server, Online-Kommunikation mit den Kunden - mein täglich Brot. Vor zwei Wochen verirrte sich nun ein Tagpfauenauge in unsere Räumlichkeiten und flatterte hektisch an einer geschlossenen Fensterscheibe entlang. Ein Kollege, der stattlichste, den die Firma zu bieten hat, wandte sich daraufhin hilfesuchend an mich. „Du bist doch die mit der Botanik. Kannst du den mal wegmachen? Schnell!“ Etwas seltsam aus dem Munde eines 135-Kilo-Manns mit zirka 185-Zentimetern Körpergröße, der gleichzeitig mit furchtgeweiteten Augen vor dem hübschen Schmetterling zurückweicht. „Botanik? Das hier ist Fauna, nix Flora! Bin ich also ned zuständig, Mausi!“ „Egal! Mach das weg! Bitte! BITTE! SCHNELL!!!“ Grinsend fing ich also den armen Schmetterling mit meiner nackten(!) Hand ein und beförderte ihn todesmutig ins Freie, während mich der ansonsten recht großmäulige Kollege schweigend und mit vor dem Gesicht verschränkten Armen argwöhnisch beobachtete. „Pfuuuuh!“, stöhnte er, als ich das gefährliche Insekt endlich entfernt hatte. „Du hast es ned so mit Natur, oder?“, fragte ich süffisant. „Doch, schon, aber sowas pack ich einfach ned!“ Alles klar! Hauptsache er ist auf einem schwindelerregend hohen Level bei World of Warkraft und jagt erfolgreich Pokemons...

Ihlenfeldtia vanzylii
Schlechteranthus hallii
Larryleachia cactiformis










Aloe melanacantha
Faucaria brittaniae
Conophythum flavum










Ihlenfeldtia vanzylii
Pachypodium namaquanum
Sarcocaulon patersonii










Ceraria pygmaea
Aloe dichotoma
Aloe dichotoma










So jemanden würde natürlich auch der Hester Malan Garden nicht zur Besinnung bringen; mit all der Fauna, äh, Botanik, die da ist. Aber derartige Menschen - Kategorie „Hopfen und Malz verloren“ - zählen von Haus aus nicht zur Zielgruppe. Und da mir solche Leute ohnehin nur die Laune verderben, will ich gar nicht weiter drüber nachdenken - erst recht nicht im Urlaub. Punkt. Ich verbanne deshalb die unliebsamen Gedanken an Arbeit und Kollegen und genieße stattdessen weiter die Gartenanlage, bevor wir uns auf Annettes Drängen hin schließlich wieder auf den Weg machen. Rund 340 Kilometer liegen nun vor uns, eine nicht gerade prickelnde Strecke, aber dennoch durchaus verkraftbar.

Ebene vor dem Garten
Abschiedskomitee
Springbok „City“










Unterwegs im (Fast-)nichts












Auf gepflegtem Teer rollen wir also stundenlang dahin, bevor wir endlich bei Alheit die N14 verlassen und Richtung Norden abbiegen. Die folgenden Kilometer führen uns durch ein üppig grünes Weinanbaugebiet, das unseren Augen nach der langen Fahrt durch trockenes Land eine hübsche Abwechslung bietet. Doch die grüne Wohltat hält nicht lange an, denn wir stehen bald schon vor dem Gate des ariden Augrabies Falls Nationalpark - und auf den bin ich richtig gespannt. Vor 22 Jahren war ich nämlich schon mal hier und hatte den Park in bester Erinnerung behalten. Und nun will ich sehen, was sich mit dieser Erinnerung noch deckt und was sich verändert hat.

Vor den Toren des NP
Gate
Angekommen!










Nachdem wir uns am Gate ordnungsgemäß angemeldet haben, rollen wir langsamen Reifens zum Headquarter, wo sich auch ein großer Shop und das Restaurant befinden. All das erkenne ich schon mal nicht wieder. Nach dem Einchecken geht es weiter auf den Campingplatz und der sieht ebenfalls völlig anders aus. Damals hatten wir unser Zelt direkt neben einem kleinen Swimmingpool errichtet, der in Sichtweite eines Mini-Shops lag, in dem wir im Stundentakt Guavensaft und kaltes Wasser kauften. Heute ist das alles viel größer, weitläufiger und wohl auf ein paar Besucher mehr ausgelegt als im Jahre 1992... Die vorhandenen Kapazitäten werden jedoch zur Zeit nicht mal ansatzweise ausgeschöpft, so stellen wir befriedigt fest, als wir uns auf dem großzügigen Campareal nach einem Stellplatz umsehen: alles frei, niemand da - wir haben die Qual der Wahl. Entsprechend lange dauert unsere Suche - an unseren letzten Urlaubstagen werden wir tatsächlich noch richtig deutsch und spießig! Unter Berücksichtigung aller Vor- und Nachteile fällt schließlich eine sorgfältig durchdachte Entscheidung: nahe am Waschgebäude, jedoch nicht zu nahe, nicht weit zur nächsten Mülltonne, aber weit genug entfernt, um geruchlich nicht belästigt zu werden, ein Near-By-Wasserhahn, ein Maximum an Schatten und eine gute Sicht auf die Zufahrt, um auch die Neugier auf eventuelle Neuankömmlinge befriedigen zu können, sind die schlagenden Kriterien, die uns letztendlich von dem Platz überzeugen, an dem wir unsere finalen Urlaubstage zu verbringen gedenken. Und es ist eine gute Wahl! Heinz und ich können unser Zelt zum Beispiel nur mit häufigen Unterbrechungen aufbauen, weil sich im Gebüsch hinter uns bereits zahlreiche, neugierige Vögel postiert haben, die unser Tun aufs Eindringlichste im Auge behalten - und wir sie und ihr futterheischendes Luren. Diese Tatsache wiederum gibt Ute die Chance, ihre Behausung in sicherer Entfernung der lauernden Federträger zu errichten und auch Annette ist froh, dass sich die Gefahrenlage von Anfang an so klar abzeichnet. Schließlich steht das Lager zu aller Zufriedenheit und wir lassen uns wohlig-erschöpft in unsere im Schatten stehenden Klappstühle sinken, um uns auf die kommenden Musestunden gebührend vorzubereiten: heute gibt es nur noch irgendwann Abendessen, ansonsten ist der Tag, im positivsten Sinne des Wortes, gelaufen!

Maskenweber
Erwartungsvoller Star
Des Webers Frau










Den angenehmen Umständen und unserer entspannten Gefühlslage entsprechend, verharren wir so den Rest des Tages kleinräumig bis stationär in und um unsere Campsite herum und genießen das absolute Nichtstun. Na ja, so ganz untätig sind wir dann doch nicht, zumindest Heinz und ich: wir freunden uns mit den unzähligen Vögeln an, die uns seit unserer Niederlassung unablässig belagern, sehr zur Freude unserer Mitreisenden, die ja durchweg nicht gerade ornithophil veranlagt sind. Zumindest nicht, wenn es sich um „gewöhnliche“ Vögel handelt und diese zudem extrem zutraulich sind. Und unsere neuen Freunde erfüllen natürlich all diese Kriterien: ausnahmslos langweilige Alltagsgeier wie zum Beispiel Fahlflügelstare, Bartvögel und Weber, an Menschen gewöhnt, umschwärmen uns hier, genau wissend, dass wir ihnen nichts tun und es gleichzeitig was zu holen geben könnte - weswegen die mutigsten auch nicht davor zurückschrecken, auf unseren Stuhllehnen, dem Tisch und sogar auf meiner Hand Platz zu nehmen. Heinz und ich sind entzückt, Ute hingegen rückt lieber ein wenig abseits, Annette hat Angst um ihre frisch gewaschenen und zum Trocknen ausgelegten Therm-A-Rests, die sie schon von den messerscharfen Krallen der Fahlflügelstare wie Siebe durchlöchert sieht, und Jochen gibt sich, wie gewohnt, emotionslos. Wir Zwei jedoch sind in unserem Element und flöten und quietschen mit den redseligen Federbällchen den ganzen Nachmittag um die Wette, locken mit schrumpeligen Äpfeln noch mehr davon an und freuen uns tierisch über jeden Neuankömmling. Und unsere Begeisterung ist wohl so offensichtlich, dass man unser Tun mehr oder weniger entspannt toleriert. Nichtdestotrotz macht sich dennoch unverkennbare Erleichterung breit, als Heinz und ich endlich ein Päuschen einlegen, indem wir zum Sonnenuntergang einen Rundgang auf der Campsite starten.

Putzige Bewohner ....
... der geruchreichen ...
... Dassie-Kolonie










Ziellos stromern wir zunächst umher, haben jedoch bald etwas Neues entdeckt, das uns fast ebenso entzückt wie die Vögel: eine riesige Dassie-Kolonie an der felsigen Abbruchkante zum Oranje. Hunderte der putzigen Klippdachse räkeln sich hier in den flachen Strahlen der Abendsonne. Manche verharren dabei fast regungslos, andere wiederum recken und strecken sich wohlig, der Nachwuchs tollt ausgelassen und nur einige wenige reagieren furchtsam auf unsere Anwesenheit. Doch bald haben sich auch diese Schliefer an uns gewöhnt und wir uns an sie - die zahlreichen Hinterlassenschaften der Dassies verströmen nämlich einen mehr als strengen Duft...

Ein Sonnenuntergang ...
... bahnt sich an.
Glühender Himmel










Eingehüllt von einer Wolke feinsten Ammoniak-Parfums, verbringen Heinz und ich nun eine extrem entspannende Stunde, die von einem wunderschönen Sonnenuntergang gekrönt wird, und begeben uns dann maximal relaxed zu unseren Freunden zurück, die immer noch wie festgetackert in ihren Klappstühlen sitzen. Doch auch sie haben die vergangene Stunde genossen, denn mit unserem Abgang hatte sich die Schar lästiger Vögel merklich ausgedünnt - und jetzt, da sich die Dunkelheit über uns senkt, gehen die zwitschernden Zweibeiner ohnehin schlafen. So können wir nun völlig vogelfrei in einen gemütlichen Abend starten, an dem wir üppig aufkochen, genussvoll speisen und trinken, über unser morgiges Taggesprogramm sprechen, schweigen und plaudern, schwelgen und dabei langsam auf einen sehr angenehmen Urlaubs-End-Modus runterkommen - wir können deutlich spüren, dass wir uns im Laufe der letzten drei Wochen wirklich gut erholt haben.

Ein Umstand, der viele meiner Freunde immer wieder erstaunt, denn sie können sich einen derartigen Urlaub absolut nicht als erholsam vorstellen. Mal abgesehen vom Zelten, der mangelhaften Erfüllung der bei uns üblichen Sanitär- und Hygienebedürfnisse, der angeblichen Dauerbedrohung durch gefährliche Raubtiere und noch viel gefährlichere Insekten und Reptilien - die mir (fast) gar nichts ausmachen - kommt ein Argument immer, so sicher wie das Amen in der Kirche: man kann doch nicht regenerieren, wenn man täglich unterwegs ist, von A nach B muss, auf- und abbaut, fährt. Doch, kann man, sage ich! Auf den ersten Blick gesehen, muss ich allerdings meinen Freunden recht geben. Ja, es ist stressig. Aber nicht, weil man nicht zur Ruhe kommt, sondern weil man, sprich ich, immer Angst habe, etwas zu verpassen. So verbringe ich meine Urlaubswochen also mit dieser eigentlich unangenehmen Triebkraft im Nacken, flitze von einem Ort zum anderen, genieße meine Aufenthalte, bin aber gleichzeitig schon gespannt auf das nächste Ziel. Irgendwie anstrengend, doch könnte und wollte ich es mir nicht anders vorstellen. Drei Wochen am Strand, wo auch immer, ein paar gebuchte Ausflüge, um das besuchte Land „kennenzulernen“? Wah, nee danke, gähn! Nein, so, wie wir das machen, ist es für uns, für mich das Richtige. Und heuer haben wir dabei auch noch die Gesamtdramaturgie nahezu rekordverdächtig perfekt berücksichtigt: eine spannende Tour von einem Highlight zu nächsten, wohl durchwirkt von größeren und kleineren Fahrabschnitten und Wandertagen - und zum Ende des Urlaubs die Ankunft an einem Ort, der einem einiges zu bieten hat, jedoch nicht so speziell ist, dass man das Gefühl hat, etwas zu verpassen, wenn man mal nicht die größte aller Rundfahrten in Angriff nimmt. Gut, besser, Augrabies Falls, sag ich da nur!

Dienstag, 4. Oktober 2016

13. Oktober 2014; Goegap NR, Erkundungstag per pedes

Voller Vorfreude auf den heutigen, autofreien Tag robben wir aus unseren Zelten und trödeln erst mal gewaltig rum - frühstücken, die Umgebung bei vollem Sonnenschein betrachten und rekapitulieren, wo wir hier überhaupt sind. Vor Jahren schon hatte ich vom Goegap Nature Reserve gehört, es als sympathisch und (vermutlich) besuchenswert befunden und es darob heuer erstmals in unsere Reiseplanung eingebunden. Vermutlich sage ich deswegen, weil sich im Vorfeld nur wenig Genaues über dieses Reserve hatte herausfinden lassen. Nur so viel: wir befinden uns hier in einem, mit zirka 600 nachgewiesenen Pflanzenspezies, botanisch besonders ergiebigen Gebiet der Sukkulenten-Karoo - und in einer Gegend, in der anno dunnemals exzessiv Kupfer abgebaut wurde; die Hochzeit der Gewinnung des rotbraunen Metalls datiert sich auf die zweite Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Damals saß die Okiep Copper Mining Company - als unangefochtener Marktführer des Namaqua-Distrikts - auf den reichsten Kupfervorkommen der Welt; einer Tatsache, der wir übrigens die Route über den Anenous Pass zu verdanken haben, denn irgendwie musste die Ausbeute ja zur Verschiffung ans Meer gelangen. Die Geschäfte liefen zunächst hervorragend, dann jedoch flaute der Kupferboom ab und im Jahre 1918 schloss die Company ihre Pforten, der Ort Okiep, 7 Kilometer nördlich von Springbok, verkam zur Geisterstadt. 42 Jahre später, also im Jahre 1960, trat die Minengesellschaft ca. 4.600 Hektar ihres brachliegenden Landes an die Regierung der Kapprovinz ab. Welche Gründe es für diese Schenkung, diesen Deal gab - ich konnte es nicht herausfinden. Aber wie dem auch sei: auf jeden Fall wurde das der Provinz übereignete Gelände von Selbiger sofort unter Naturschutz gestellt und, auf Wunsch der Schenkerin, als Reservat für Naturblumen ausgewiesen. Dank des äußerst rührigen Engagements des damaligen Provinzverwalters Dr. Nico Malan konnte innerhalb von sechs Jahren die nötige Infrastruktur geschaffen und das Reservat für das Volk eröffnet werden. Besonderes Zuckerl hierbei war ein Wildblumengarten, den Malan zu Ehren seiner Gattin hatte errichten lassen. Dieser Garten wurde zum Zugpferd des gesamten Reserves und machte es im ganzen Lande bekannt und beliebt. So beliebt, dass einige Zeit später sogar noch eine benachbarte Farm hinzugekauft und die Gesamtfläche des geschützten Gebiets damit auf 15.000 Hektar vergrößert wurde. Diese Farm hieß übrigens Goegap (Khoikhoi für Wasserloch), der Name, den das Reserve auch heute noch trägt. Tja, und genau da befinden wir uns nun. Und ich bin sehr gespannt, ob uns mein Bauchgefühl, trotz fehlender Informationen, an einen tatsächlich sehenswerten Ort geführt hat.

Das Ablution-Gebäude
Nur noch das Zelt verschließen...
...dann geht es los!










Das aber werden wir gleich überprüfen können: nach dem Frühstück, bei dem ich übrigens - angesichts des steil aufsteigenden Wanderpfades, der direkt von der Campsite abgeht - auf den einen oder anderen Leckerbissen verzichtet habe, packen Heinz und ich unser Zeug. Annette und Jochen hingegen bleiben derweil noch sitzen und zeigen keine großen Wanderambitionen und Ute ist ohnehin schon eine Weile vorher losgesaust, sodass wir uns tatsächlich alleine auf den Weg machen. Eine Tatsache, die uns nicht allzu traurig macht. Denn so müssen wir keine Rücksicht nehmen, können stehenbleiben, wann immer wir wollen, schauen und fotografieren, wo immer uns danach ist. Langsam schrauben wir uns nun, folglich in trauter Zweisamkeit, die ersten Kehren des deutlich gekennzeichneten Weges nach oben und bewundern die hiesige Vegetation, die üppig gedeiht. Nach zwanzig Minuten des gemächlichen Aufstiegs allerdings wird es unübersichtlich - und anstrengend: die Markierungen verschwinden im Nichts, der staubige Pfad verliert sich in steilen, griffigen Granitplatten, die frühe Vormittagssonne brennt unbarmherzig in die Felsen und die Pflanzenwelt wird zunehmend spärlicher. Schwitzend zickzacken wir uns über den Granit, nutzen jede flachere Rinne zur Entspannung unserer Wadenmuskulatur, jedes Pflänzchen zu einer willkommenen Pause und blicken immer wieder nach unten, um nicht die Orientierung zu verlieren. Puh, ist das anstrengend!

Harmlose Agame
beim Sonnen
Die „Gehörnte“
auf der Flucht
Das steilste Stück
liegt hinter uns










In einer besonders steilen Passage zieht sich Heinz gerade an den dünnen Zweigen eines sparrigen Busches weiter nach oben, als er plötzlich aufquiekt und gleichzeitig einen Satz nach hinten macht. Gerade noch fängt er sich in einer Querrinne - erschrocken und aufgeregt atmend. Ich habe nur die Sohlen seiner Schuhe vor Augen und kann somit nicht sehen, was ihn gerade so heftig hat hüpfen lassen, habe aber eine Vermutung, die sich sogleich bestätigt. „Hah, da, eine Schlange, die ist richtig hochgesprungen! Eine mit Hörnchen auf dem Kopf!“ Huiuiui, da hat Heinz wohl eine gehörnte Puffotter aus ihrem Tagesschlaf gerissen! Gott sei Dank nimmt ihm die relativ kleine Schlange das nicht allzu übel, verzichtet auf einen Biss und macht sich stattdessen, mindestens genauso erschrocken wie Heinz, hurtig aus dem Staub. Heilig’s Blechle, das hätte jetzt echt ins Auge gehen können! Hornpuffottern verfügen zwar über kein tödliches Gift, aber trotzdem sollte ihr Biss unbedingt behandelt werden, um daraus resultierende Gewebsnekrosen möglichst gering zu halten. Einen entsprechenden Arzt irgendwo in Springbok aufzutreiben, dürfte nicht das Problem sein, vielmehr jedoch, Heinz erst mal von hier oben runterzuschaffen. Im Stillen danken wir der kleinen, gehörnten Schlange, dass sie auf einen Verteidigungsbiss verzichtet hat und dieses Szenario im fernen Konjunktivbereich geblieben ist. Glück gehabt! Auf unserer weiteren Klettertour sehen wir nun jedoch besonders genau hin, woran wir uns festhalten und in welche Ritzen wir greifen, um uns hochzuhangeln, denn man sollte die Dame Fortuna schließlich nicht überstrapazieren...

Vielfältige Vegetation
Crassula brevifolia
ssp. brevifolia
Crassula cotyledonis










Schweißgebadet erreichen wir nach zirka einer Stunde - zwischenfallsfrei - eine Passage, die etwas flacher ist und uns gestattet, Kurs auf eine Art Pass-Sattel zu nehmen, der ein kommoderes (und pflanzenreicheres) Fortkommen verspricht. Und siehe da; kaum haben wir die letzten Granitflächen überwunden, spüren wir wieder einen erkennbaren Weg unter unseren Füßen - und stoßen auf eine erneute Markierung. Das Gelände präsentiert sich nun wieder übersichtlicher und weniger anspruchsvoll, sodass wir uns fortan voll und ganz auf die Vegetation konzentrieren können, die, fernab der Granitplatten, tatsächlich und wie erwartet, üppig gedeiht. Genüsslich folgen wir dem kleinen Weglein, machen immer wieder kurze Abstecher nach links oder rechts und werden dabei stets reich belohnt. Wir fühlen uns fast, als wären wir schon im Hester Malan Wildblumengarten, so vielfältig präsentiert sich uns die hiesige Flora - lediglich die fehlenden Schildchen weisen uns dezent darauf hin, dass dem nicht so ist. Meine Güte, ist das schön hier! Völlig versunken in unsere Bodenschätzchen, ersteigen wir Serpentine um Serpentine - das Erlebnis mit der Schlange ist schon lange vergessen.

Polymita albiflora
Aizoaceae
Tylecodon wallichii










Und wieder zeigt sich, dass wir bedenklich sorglos und, von Pflanzen mal abgesehen, sehr unaufmerksam durch die Gegend stolpern. Gut, hier gibt es keine Raubtiere oder größeren Säugetiere, die einem gefährlich werden könnten, aber als ich, eine Kurve umrundend, mit einem Mal vor Ute stehe, die im Schatten eines Felsens pausiert, und sie erst im letzten Moment wahrnehme, erschrecke ich doch etwas. Ute hingegen grinst uns ganz entspannt an, schließlich hat sie uns kommen hören, und begrüßt uns freudig. Wir berichten ihr von unserem Minipuffottern-Erlebnis und davon, dass uns die Markierungen abhanden gekommen wären. Beruhigt nehmen wir zur Kenntnis, dass ihr, zumindest wegtechnisch, das Selbe widerfahren ist, staunen aber, etwas weniger beruhigt, welche Umwege sie stattdessen genommen hat: während wir beide schwitzend und schnaufend nach dem kürzesten Ausweg gesucht und diesen auch beschritten hatten, ist Ute mindestens die dreifache Strecke gegangen - aus purem Vergnügen. Meine Güte, wir sind schon echte Couch-Potatoes, verglichen mit dieser Frau! Innerlich seufzend nehme ich mir vor, dass sich das ändern muss - besonders im Hinblick auf unsere nächstjährige Uganda-Tour, auf der wir auch die Gorillas besuchen werden. Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich nämlich jetzt schon schweißüberströmt, keuchend und am Ende meiner Kräfte, durch den feuchten Dschungel robben, gezogen und geschoben von einem Porter, um schließlich mit letzter Anstrengung doch noch das teuer bezahlte Ziel dieser Wanderung zu erreichen. Na ja, es ist ja noch ein Jahr hin...

Blick nach links - schön!
Geradeaus: Abraumhalde...
Blick nach rechts - schön!










Nach unserem kurzen Zusammentreffen mit Ute trennen sich unsere Wege dann wieder; Ute will noch zu irgendwelchen Felsen, während wir uns lieber über den Sattel des kleinen Passes davonmachen und den Berg ganz zu umrunden gedenken. Ein für uns lohnendes Unterfangen, denn die Vegetation ist auch auf dieser Strecke üppig und abwechslungsreich, die Landschaft sehr ansprechend und die Ausblicke phantastisch - zumindest zum Teil: mitten aus der vor uns liegenden Ebene ragt nämlich eine riesige, grauschwarze Abraumhalde heraus, die den Gesamteindruck erheblich stört. Zwar hat sich schon etwas grüner Flaum in Form von mageren Grasbüscheln darauf gebildet und auch vereinzelte Büsche haben bereits Fuß gefasst, aber so richtig hübsch sieht das schotterige Ungetüm trotzdem nicht aus. Und wenn man bedenkt, wie lange der Abraum hier wahrscheinlich schon liegt, ist sicher auch in absehbarer Zeit keine nennenswerte Besserung zu erwarten. Das ist schade, aber es ist eben, wie es ist und Heinz und ich verbuchen diese optische Unbill deshalb als unvermeidliches historisches Zeugnis. Außerdem wandert es ohnehin bald wieder aus unserem Blickfeld, als wir unseren Berg weiter gen Süden hin umrunden und uns dabei immer tiefer schrauben. Es ist floratechnisch noch immer hochinteressant, doch was uns im Moment fast noch mehr begeistert, das sind die Schatten, die sich in dem tiefen Taleinschnitt wohltuend auf uns legen; heute Morgen sind wir zu einer vermeintlich kurzen Wanderung aufgebrochen, die sich mittlerweile auf sechs Stunden ausgedehnt hat, sechs Stunden in praller Sonne. Wie sehr wir uns während dieser Zeit aufgeheizt haben, spüren wir erst jetzt richtig und machen deshalb eine kurze Pause im Schatten, um uns ein wenig abzukühlen. Dann geben wir wieder Gas, denn es sind noch mindestens noch zwei Kilometer bis zum Camp - und das erneut auf einem sonnenbeschienenen Pfad. Doch das Ziel vor Augen zu haben, macht diesen schweißtreibenden Marsch nur halb so schlimm, auch wenn er botanisch fast nichts mehr zu bieten hat. Kurz vor dem Camp treffen wir dann erneut auf Ute, deren Gesicht ebenfalls heftig glüht und die sich genauso auf ein kühles Bier und einen Stuhl unter ihrem Hintern freut wie wir. Gemeinsam nehmen wir flotten Schrittes die letzten Meter in Angriff und laufen schließlich ausgepumpt, schwitzend, aber voller neuer Eindrücke auf unserer Campsite ein, wo sich Annette und Jochen, gemütlich lesend, unter dem Schattendach niedergelassen haben. „Na, ihr wart aber lange weg!“. Wahrscheinlich sieht man es uns einfach nur allzu deutlich an, doch uns scheint, als hätte Annette unsere geheimsten Gedanken und Sehnsüchte erraten, als sie im selben Atemzug aus ihrem Stuhl hüpft, in die Tiefen des Kühlschranks greift und jedem von uns ein herrlich kühles Bier kredenzt. Wah, das zischt! Während wir langsam wieder auf Normaltemperatur herunterkommen, erzählen wir von unseren Erlebnissen und Eindrücken, die durch die Bank positiv ausfallen. Unsere beiden Freunde lauschen interessiert, können jedoch nicht viel beitragen, denn sie haben heute einen absolut faulen Tag verbracht: einmal Springbok und zurück, ein kurzer Spaziergang, ansonsten nur gepflegtes Abhängen im Schatten. Jedem das seine, sag ich da nur...

Der Skorpion ...
... erbeutet ...
... eine Gottesanbeterin ...










Und uns das unsere! Voller Vorfreude greifen wir Wanderer, die Bierpause beendend, schließlich nach unseren Handtüchern und Duschgels und hieven unsere beanspruchten Körper unter die wohlverdiente Dusche. Heute ist dabei die Heißwasser-Reihenschaltung verständlicherweise nicht von Belang, denn keiner von uns nutzt den Dienst des Boilers – so wohltuend kühl, wie das Wasser aus der Leitung kommt, ist es genau richtig, um das Salz des Tages von unseren Körpern zu spülen und uns für den Abend fit zu machen. Erfrischt und entkrustet finden wir uns so ein wenig später wieder zusammen, um das nächste Befriedigungsprojekt anzugehen: Hunger stillen, Abendessen. Gar trefflich gelingt uns die Erledigung dieser Aufgabe, doch bevor nun endlich die ersehnte Abendruhe einkehren kann, muss noch das gebrauchte Geschirr gereinigt werden. Und wieder befinde ich mich am Trockentuch, als sich ein Dejà vue ereignet: saubere Teller in die Geschirrkiste schlichtend, nehme ich mal wieder eine rasche Bewegung im Sand neben meinen Füßen wahr. Skorpionalarm, UV-Lampe holen, draufleuchten! Und wieder erglüht das nächtliche Spinnentier in schönstem Neongrün, wie auch schon im Richtersveld. Doch einen Unterschied gibt es: der hiesige Skorpion lässt sich nicht im Geringsten stören, setzt seine Jagd ungerührt fort, greift sich zielgerichtet eine große Gottesanbeterin und beginnt dann, das sich heftig wehrende Insekt nach allen Regeln der arachnoiden Tötungskunst über den Jordan zu befördern, um es danach in aller Ruhe zu verspeisen. Und wir sind live dabei! Es ist ungemein aufregend zu beobachten, wie der Skorpion wiederholt und sehr vehement auf die große, aber dennoch zerbrechlich wirkende Mantis einsticht, immer wieder, wie deren Widerstand erlahmt, sie schließlich erstarrt und der Jäger daraufhin sein Mahl beginnt - am Fuße unserer Geschirrkiste. Während nun das fluoreszierende Spinnentier seinen Hunger stillt, leuchte ich kurz mal im näheren Umkreis unseres Camps herum - und bin fasziniert: wo auch immer der Strahl meiner Lampe aufftrifft, neont etwas auf! Wir sind umzingelt von Skorpionen, Dutzenden, Hunderten! Ungläubig starren wir in die heftig fluoreszierende Dunkelheit - und entschließen uns, besser auf geschlossenes Schuhwerk umzusteigen. Eine gute Idee! Das zeigt sich spätestens als ich, bewehrt mit meinen Wanderstiefeln, wieder im Sand der Campsite stehe und erneut rumfunzle. Dabei entdecke ich weitere, noch viel schnellere, dafür aber gedämpfter leuchtende Viecher. Ich kann ihnen kaum folgen, eines dieser Wuselteile jedoch kann ich trotzdem lange genug in Augenschein nehmen, um es zu identifizieren - eine Solifuge!

Während er schon diniert ...
... ist die Verwandtschaft ...
... noch auf Jagd.










Eine? Ach was, Hunderte! Die dämmerungs- und nachtaktiven Walzenspinnen mit den gewaltigen Chelizeren sind mindestens ebenso zahlreich vertreten wie ihre arachnoiden Vettern, die Skorpione. Mhm, unter diesen Umständen empfiehlt sich wohl keine Nachtwanderung mehr und auch der Gang zur Toilette ist mit Vorsicht anzutreten. Aber genau da muss ich jetzt hin... Achtsamen Schrittes storche ich also zwischen den Solifugen hindurch, schlängle mich an der Mauer des Waschhäuschens entlang und erreiche schließlich unversehrten Fußes dessen Eingangstür, die ich gerade beherzt aufdrücken will, als gar liebliche Klänge an mein Ohr dringen: aus der weiten, sandigen Ebene östlich des Ablution Blocks erschallt ein sagenhaftes Bellgecko-Konzert. Tausende der kleinen, unterirdisch lebenden Echsen senden ihre bellend-kichernden Laute in die klare Nachtluft und lassen mich die Solifugen fast augenblicklich vergessen. Mann, ist das schön! Der „Gesang“ der heimlichen Reptilien ist eines der Geräusche, die für mich ebenso untrennbar mit Afrika verbunden sind wie der Schrei des Seeadlers, das Schnorcheln der Hippos, das Gebrüll der Löwen und der typische Drink-Lager-Ruf der Kapturteltaube, die einen, unabhängig von der lichten Tageszeit, geduldig zum exzessiven Biertrinken auffordert. Und es ist wieder so ein Heimkomm-Moment, der mich soeben warm umfängt und den ich natürlich umgehend mit meinen Freunden teilen muss. Mit zusammengekniffen Beinen, es ist halt schon sehr dringend, hüpfe ich nochmal um die Ecke und rufe sie herbei, bevor ich dann doch eilig die Bedürfnisanstalt aufsuche. Aaaah, eine Wohltat! Hurtig ziehe ich die Hose hoch und sause wieder nach draußen, um nur ja nichts vom Konzert zu versäumen - auch meine Freunde stehen nun schon da und lauschen verzückt. Es ist so laut und deutlich; warum nur hört man auf der Campsite nichts davon? Am liebsten würden wir unser Equipment nun vor die Klotür schaffen, um beim heimeligen Gezirpe der Bellgeckos unseren Abend zu beschließen. Doch wir sind viel zu faul und - offengestanden - auch schon zu müde, um noch ein derartiges Projekt in Angriff zu nehmen. Also genießen wir das Konzert eben ein Weilchen im Stehen, bevor wir dann, mit Schlafmännchensand in den Augen und von wohligen Gefühlen behaftet, zu unserer Campsite zurückkehren. Rechtschaffen erschöpft sinken wir dort in unsere Schlafsäcke, immer noch das kichernde Heheeheehe der kleinen Echsen im Ohr, und schlafen mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen einem neuen Tag entgegen...


Weitere Impressionen des Tages:
Landschaftsimpressionen ...

























Junger Köcherbaum
Ein mächtiger Köcherbaum
wurzelt auf Fels
Aloe variegata










Crassula cotyledonis
Crassula namaquensis
ssp. namaquensis
Crassula muscosa










Cotyledon orbiculata
Monsonia spinosa
Monsonia spinosa










Crassula cotyledonis
Cheiridopsis denticulata
Cheiridopsis denticulata










Polymita albiflora
Galle einer Mittagsblume
Aizoaceae










Arctotis fastuosa
Pelargonium praemorsum
Albuca longipes










Didelta carnosa












Cheiridopsis
denticulata
Blüte
Aloe variegata
Pelargonium
triste
Asteraceae